IB Green Award
Weil Gewerbegebiet auch anders geht
Unsere neue Lagerhalle kennt ihr vielleicht schon. Diesmal geht es aber um das, was drumherum passiert. Denn genau dafür – und für das Zusammenspiel mit unserem Neubau – wurden wir mit dem IB-Green Award ausgezeichnet.
Als wir uns entschieden haben, unsere eigene Lagerhalle direkt neben unserem bestehenden Firmengebäude zu bauen, hatten wir die Chance, vieles selbst zu bestimmen. Und damit kam ziemlich schnell die Frage auf: Wenn wir schon neu bauen, wie soll dieser Ort eigentlich aussehen?
Eine klassische Gewerbehalle, umgeben von möglichst viel Asphalt, war jedenfalls nicht das, was wir uns vorgestellt haben.
Eine Halle, die zu uns passt
Nachhaltigkeit beschäftigt uns bei ppm schon lange. Deshalb wollten wir auch bei unserem eigenen Neubau genauer hinschauen: bei den Materialien, bei der Energieversorgung und genauso bei den Flächen rund um das Gebäude.
Entstanden ist eine Halle mit einem hohen Holzanteil, Recyclingbeton und einer Fassade aus karbonisierter Lärche. Auf dem Dach produziert unsere Photovoltaikanlage Energie, eine Wärmepumpe übernimmt die Wärmeversorgung.
Aber wenn wir heute über das Projekt sprechen, geht es erstaunlich oft gar nicht zuerst um die Halle.
Sondern um draußen.
Gewerbegebiet mit Urlaubsgefühl?
Klingt erstmal nach einem kleinen Widerspruch. Genau diese Rückmeldung bekommen wir aber tatsächlich immer wieder.
Von Mitarbeitenden, Kunden und Lieferanten, aber auch von Freunden und Bekannten aus dem Ort hören wir regelmäßig, wie grün und einladend das Gelände wirkt. Manche sagen, es erinnere sie eher an einen großen Garten als an ein Grundstück mitten im Gewerbegebiet.
Und darüber freuen wir uns vielleicht sogar ein bisschen mehr als über technische Kennzahlen.
Denn die Außenanlage war für uns von Anfang an ein wichtiger Teil des Projekts. Statt möglichst viel Fläche zu versiegeln, haben wir Raum für unterschiedliche Pflanzen, Grünflächen und Bäume gelassen. Bereiche mit wasserdurchlässigen und begrünten Pflastersystemen ermöglichen es, dass Regenwasser versickern kann. Ein entsprechendes Regenwassermanagement hilft zusätzlich dabei, Wasser auf dem Grundstück zurückzuhalten und die Kanalisation bei Starkregen zu entlasten.
Was auf dem Papier nach Klimaanpassung und Regenwassermanagement klingt, merkt man im Alltag vor allem daran, wie sich dieser Ort anfühlt.
Ein Außenbereich, der tatsächlich genutzt wird
Im Sommer sitzen Kolleg draußen, es finden immer wieder nette Gespräche statt oder jemand nimmt für ein paar Minuten den Laptop mit nach draußen.
Das Grün sorgt für Schatten, die Bepflanzung verändert sich mit den Jahreszeiten und zwischen Halle, Parkplatz und Firmengebäude sind Bereiche entstanden, an denen man sich gerne aufhält.
Genau das zeigt für uns, dass auch ein Gewerbegrundstück mehr sein kann als reine Funktionsfläche.
Und dafür gab es jetzt einen Award
Mit dem IB-Green Award werden Maßnahmen ausgezeichnet, die Industrie- und Gewerbegebiete besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten. Dabei geht es unter anderem um Hitze, Starkregen, Biodiversität und die Frage, wie solche Gebiete langfristig lebenswerter gestaltet werden können.
Dass unser Gelände in diesem Zusammenhang ausgezeichnet wurde, freut uns deshalb sehr.
Nicht, weil bei uns jetzt plötzlich alles perfekt oder „fertig“ ist. Sondern weil viele Entscheidungen, die wir beim Bau ganz bewusst getroffen haben, heute tatsächlich Wirkung zeigen.
Und vielleicht auch, weil unser Gelände eine ziemlich einfache Frage aufwirft:
Warum sollte ein Gewerbegebiet eigentlich grau sein?
Unseres ist es jedenfalls nicht. 🌱







