Kosten im Ladenbau

Wie hoch sind die Kosten für einen Ladenbau/Shop?

Die Kosten für einen Ladenbau lassen sich nicht pauschal festlegen, da sie stark von Faktoren wie Größe, Nutzung, Ausstattung und gestalterischem Anspruch abhängen. Insbesondere im Retail-, Gastro- und Care-Bereich unterscheiden sich Projekte erheblich hinsichtlich technischer Anforderungen, Materialität und betrieblicher Abläufe.

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten?

Die Gesamtkosten eines Projekts hängen unter anderem ab von:

  • Flächengröße und Ausbauumfang
  • Material- und Ausstattungsqualität
  • technischen Anforderungen (Lüftung, Elektro, Medientechnik etc.)
  • individuellen Sonderanfertigungen
  • Standortbedingungen und Bauzeiten
  • Arbeiten im laufenden Betrieb
  • gesetzlichen und normativen Anforderungen (besonders im Care-Bereich)

Unsere Vorgehensweise bei der Kostenermittlung

Um frühzeitig eine belastbare Kostenbasis zu schaffen, arbeiten wir strukturiert und transparent – von der ersten Analyse bis zur Ausführung.

Machbarkeitsstudie als erste Grundlage

Bereits zu Beginn erstellen wir eine Machbarkeitsstudie, in der wir prüfen:

  • funktionale Anforderungen
  • räumliche Potenziale
  • technische Umsetzbarkeit
  • wirtschaftliche Rahmenbedingungen
  • mögliche Risiken und Einschränkungen

Ziel ist es, frühzeitig Klarheit darüber zu schaffen, ob und in welchem Umfang ein Projekt wirtschaftlich und technisch sinnvoll realisierbar ist.

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Einsatz von BKI-Kennwerten

Ein wichtiger Bestandteil der frühen Kosteneinschätzung ist die Arbeit mit dem BKI (Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern).

Das BKI stellt umfangreiche Kostenkennwerte realisierter Bauprojekte zur Verfügung und dient als wichtige Grundlage für eine realistische Budgetplanung.

Wir nutzen BKI-Daten insbesondere für:

  • erste Kostenrahmen in frühen Projektphasen
  • Plausibilisierung von Entwürfen
  • Vergleichswerte pro m² oder Bauteil
  • Einordnung von Material- und Ausbauqualitäten

Dadurch können wir bereits in der Konzeptphase einschätzen, ob ein Entwurf wirtschaftlich realistisch ist oder Anpassungen erforderlich werden.

Besonders im Retail-, Gastro- und Care-Bereich helfen BKI-Kennwerte dabei, Erfahrungswerte mit projektspezifischen Anforderungen zu kombinieren.

 

HOAI-orientierte Kostenstruktur

Im weiteren Verlauf orientiert sich die Kostenentwicklung an einer HOAI-nahen Projektstruktur.

Die HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) definiert die einzelnen Leistungsphasen eines Projekts und schafft damit eine klare Struktur für Planung, Kosten- und Terminsteuerung.

LPH 1–2: Grundlagenermittlung & Vorplanung

Hier erfolgt:

  • Bedarfsanalyse
  • erste Konzeptentwicklung
  • Kostenschätzung auf Basis von:
    • BKI-Kennwerten
    • Erfahrungswerten
    • Machbarkeitsstudien

Ziel:
einen realistischen Kostenrahmen definieren

LPH 3: Entwurfsplanung

In dieser Phase wird die Planung konkretisiert:

  • Material- und Ausstattungsdefinition
  • technische Abstimmungen
  • erste detaillierte Mengenansätze

daraus entsteht die Kostenberechnung, die deutlich präziser ist als die erste Schätzung.

LPH 5–6: Ausführungsplanung & Ausschreibung

Hier erstellen wir detaillierte Leistungsverzeichnisse (LVs).

Diese definieren:

  • Materialien
  • Qualitäten
  • Mengen
  • technische Anforderungen
  • Ausführungsleistungen

Das LV bildet die Grundlage für:

  • Ausschreibung
  • Angebotsvergleich
  • Vergabe
  • transparente Kostenkontrolle

Die eingehenden Angebote führen anschließend zum sogenannten Kostenanschlag, also einer sehr belastbaren Grundlage für die tatsächlichen Projektkosten.

LPH 8: Objektüberwachung / Ausführung

Während der Umsetzung erfolgt ein kontinuierliches:

  • Kostencontrolling
  • Soll-Ist-Abgleich
  • Terminmonitoring
  • Change Management bei Anpassungen

Ziel:
Kosten-, Qualitäts- und Terminsicherheit bis zur Übergabe gewährleisten.

Lebenszyklus statt nur Investitionskosten

Neben den reinen Baukosten betrachten wir Projekte zunehmend auch unter dem Aspekt der langfristigen Wirtschaftlichkeit.

Dazu zählen:

  • Wartungsaufwand
  • Materiallebensdauer
  • Energieverbrauch
  • Flexibilität bei späteren Anpassungen
  • Betriebskosten

Dieser Lebenszyklusansatz gewinnt insbesondere im Zusammenhang mit nachhaltigem Bauen und Kriterien wie dem BNG zunehmend an Bedeutung.

ENTWERFEN.
ENTWICKELN.
UMSETZEN.

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